Die Autoverwerter ziehen eine differenzierte Bilanz zur Abwrackprämie
Gottfried A. Höll - 15.03.2010 

Die Autoverwertungsbetriebe und das Schredderhandwerk hatte viel Arbeit, litt aber unter enormen Preisverfall.
Es waren durchschnittlich 35 Prozent mehr Altautos als normal, die in den Schredderwerken angeliefert wurden. Während viele Autoverwerter Probleme hatten, die Flut an Altautos zu bewerkstelligen, gab es im Schredderwerken keine Probleme, jedoch kam der Abfluss in den Shredderwerken zum Stocken, denn die Stahlwerke haben mangels Nachfrage an Rohstahl nicht die notwendige Menge abgenommen. Als Folge sank der Schrottpreis so erheblich, dass die Rentabilität nicht mehr erreicht werden konnte.

Im August 2009 war der Zenit an Altautoaufkommen bei den Verwertungsbetrieben erreicht.
Ökologisch hat die Abwrackprämie ihr Ziel deutlich verfehlt, denn es wurden fasst überall ein nicht unbedeutender Teil an Autos verschrottet, die die Euronorm 4 erfüllten und nur sehr wenige Kilometer auf dem Buckel hatten. Diese Fahrzeuge wären zum Teil noch weitere 9 Jahre mit guter Ökobilanz gefahren. Die Neuwagenherstellung hat bedeutend mehr CO2 und andere Umweltbelastungen erzeugt, als entstanden wären, hatte man bei dieser Aktion mehr über die Sinnhaftigkeit dieser Aktion nachgedacht und die tatsächlichen Dreckschleudern von der Straße gebracht. Genau das hat man aber nicht getan, die sieht man auf unseren Straßen leider noch immer.
Die Abwrackprämie war sicher eine Konjunkturmaßnahme die ihren Zweck temporär erfüllte, denn die Neuteilezulieferer sind nicht so Schräglage geraten, wie man es jetzt durch die bereits spürbare Flaute durch den Kaufrückgang an Neuwagen der übrigens auch zu erwarten war, entstanden wäre. Ob der kurzzeitige Konjunkturschub Arbeitsplätze langfristig gesichert hat, kann wohl von jedem der sich in Politik und Wirtschaft etwas auskennt, nicht bestätigt werden.
Sei es wie es sei, die einen loben die Abwrackprämie weil sie davon partizipierten, die Mehrheit tut es jedenfalls nicht, weil die Probleme nicht aufgehoben, sondern lediglich ein Stück nach Hinten verschoben wurden.
Eine tatsächliche Bilanz wird man wohl nicht erhalten, weil man davon ausgehen kann, dass die Automobillobby als die Finanzoligarchin schlechthin das sicher zu verhindern weiß. Bismarkt sagte einst: "Ich glaube keiner Statistik die ich nicht selbst gefälscht habe!" Genauso verhält es sich beim Thema globale Klimaerwärmung. 90% der sogenannten Forschungsergebnisse waren gefälscht wie man nun weiß, jeder spürt es ja auch, denn Klimaerwärmung sieht anders aus als wir derzeit erleben müssen. Das soll jedoch nicht heißen, dass wir ein gespaltenes Verhältnis zu einer sinnvollen Nutzung unserer Recourcen haben. Das betrifft sowohl die friedliche Nutzung der Kernenergie ebenso wie der auf ein gesellschaftliches Mindestmaß reduzierte Energieverbrauch. Das sinnlose Verschrotten von Autos, die die Euronorm 4 erfüllen macht unsere gesellschaftlichen Widersprüche deutlich. Ökologie ist nur solange wichtig, solange man sich nicht zurücknehmen muss. Darüber sollten wir mal nachdenken!









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